Ein Jahr ist es fast her, dass die Abfallvergärungsanlage am 11.09.2019 in Flammen aufging. Somit wurden die Pläne einer Erweiterung der ehemaligen Anlage durchkreuzt.
Aber wo eine Tür sich schließt, öffnet sich eine Neue. So kam es, dass AWIPLAN-PPD sich auf die Ausschreibung zum Neubau der Anlage bewarb und die Beauftragung Anfang des Jahres nach Filderstadt ging. „Wir stehen nun vor großen Herausforderungen, aber auch vor großen Möglichkeiten“, so Geschäftsführer Ulrich Hommel.
In Leonberg sollen zukünftig 60.000 t Bioabfälle und 12.000 t Grüngutabfälle pro Jahr verarbeitet und vergärt werden. Wie schon bei der damaligen Erweiterung geplant kommt das Material nicht nur aus dem Landkreis Böblingen, sondern auch aus dem Landkreis Esslingen.
Beim Verwertungskonzept des Biogases wird auf die Aufbereitung auf Biomethan-Qualität gesetzt. Dies soll über ein Partnerunternehmen erfolgen. Die Anlage stellt dabei das noch nicht aufbereitete Biogas zur Verfügung. Das Partnerunternehmen kümmert sich selber um die Aufbereitungstechnik und die Einspeisung des Biomethans ins Erdgasnetz.
Mit den zur Verfügung stehenden Mitteln soll an dem Standort eine moderne Anlage entstehen, die der Herausforderung des Inputs der zwei Landkreise gewachsen ist.
AWIPLAN-PPD gestaltet als Generalplaner das Gesamtkonzept der Anlage. Mit einem Team aus Bauingenieuren, Architekten, Statikern, Umweltschutztechnik-Ingenieuren und Experten für Biogastechnik sieht man sich der Herausforderung gewachsen.
2024 sollen in Leonberg wieder Bioabfälle vergärt werden.